FLYER E-Mountainbike im Test 2018

Das FLYER E-Mountainbike Uproc2 4.1 im Test

Wie ist das Uproc2 4.1 von FLYER wirklich?
Nachdem ich letztes Jahr ein Corratec E-Mountainbike getestet habe, probiere ich 2018 ein E-Mountainbike von der "Mama" aller E-Bikes aus, von der Firma Flyer aus der Schweiz. Für mich ist FLYER gefühlt die Firma, die als erstes auf den Trend E-Bike gesetzt hat. Und die Schweizer produzieren noch immer und vor allem ausschliesslich E-Bikes - für die Straßen in der Stadt und für das Gelände. Ich fahre heute ein E-Mountainbike, ein Hardtail mit der Typenbezeichnung Uproc2, genauer gesagt Uproc2 4.1. Es gibt noch andere Uproc2, sie unterscheiden sich in den verbauten Komponenten und Rahmenfarbe.

Ausprobieren möchte ich das E - Mountainbike auf einer langen Tour: Rund 90 Kilometer mit ca. 1000 Höhenmeter möchte ich mit dem E-Bike einmal rund um das Rofangebirge. Diese Tour steht schon lange auf meiner Tourenliste, aber heute wage ich mich endlich dran, weil ich eben ein E-Bike habe. Die 1000 Höhenmeter schrecken mich nicht, das fahre ich sonst auch mit dem Mountainbike. Aber 90 Kilometer Berg und Tal? Vor allem die ebenen Abschnitte locken mich nicht auf dem Mountainbike.

Aufgrund der langen Distanz habe ich heute an das E-Bike den großen Akku mit 630 Watt montiert. Er ist optional zu dem standardmäßigen 432 Watt starken Akku erhältlich. Gestern Abend habe ich den Akku geladen und war skeptisch, weil das Ladegerät richtig heiß (fast nicht mehr zum Anfassen) gelaufen ist. Ob der Akku überhaupt geladen hat? Der Blick aufs Display besttätigt, der Akku hate geladen und ist voll.

Sensationell: Über 170 Kilometer Reichweite verspricht mir das Uproc 2 im Test



Die Reichweite des Uproc 2 im Test

Ich bin gespannt, ob die Reichweite wirklich hält, was sie verspricht. Ach was soll ich euch auf die Folter spannen. Gleich hier das Ergebnis: Die Anzeige hat gestimmt. Nach der Tour ergab die angegebene Restreichweite und die gefahrenen Kilometer wieder die 170 Kilometer. Anzumerken ist aber, dass ich die gesamte Strecke im "Eco" Modus gefahren bin. Ich habe so gut es bei einem E-Bike geht selbst kräftig getreten, kein lockeres Cruisen und vom Motor ziehen lassen. Allerdings hatte ich nach 90 Kilometer und 1000 Höhenmetern auch noch über den halben Akku übrig! Wenn du dich mehr ziehen lassen willst, hätte das E-Bike noch Kraftreserven.

Reichweite versus Motorunterstützung
Mein Flyer im Test hatte einen Panasonic Motor. In Verbindung mit dem FIT System von Flyer (FLYER Intelligent Technology) kannst du die Kraftunterstützung je nach Belieben in 6 persönliche Stufen anpassen. Zustätzlich gibt es die Panasonic Motormodi ECO, STD, AUTO, HIGH. Die minimalste Unterstützung liegt bei 38%, wenn du auf volle Motorleistung schaltest bekommst du 300%. Dazwischen gibt es sehr viele Abstufungen, die ich hier nicht alle beschreiben möchte. Soweit ich weiß, ist dies aber ein besonderer Luxus, den in dieser Abstufungsvielfalt nur FLYER liefert.

Mit dem E-Mountainbike komme ich angenehm hinauf.
So kann ich die tolle Landschaft wunderbar geniessen!



Breite Reifen - doppelt soviele Gänge

In der Ebene habe ich den Motor fast nicht gebraucht. Er unterstützt nur bei einer Geschwindigkeit bis 25 km/h. Wenn du schneller fährst, schaltet sich der Motor ab. Auf dem Uproc sind gegenüber dem E-Bike vom letzten Jahr sehr massige, breite Reifen. Ich würde sie mit 2,8 schätzen, vorher hatte ich 2,25. Beim Fahren kosten sie mich schon mehr Kraft, aber weniger als ich dachte. Was das Uproc 2 Dank dem Panasonic System bietet sind 22 Gänge statt der beim Bosch System üblichen 11 Gänge. Das liegt daran, dass Panasonic vorne einen Umwerfer beim Motorblock eingebaut hat. Von außen ist er nicht sichtbar. Gesteuert wird er per Schalter am Lenker, ein Motor ändert den Zahnkranz. Das fand ich sehr angenehm! So konnte ich gerade in der Ebene schneller fahren, weil ich einige größere Gänge hatte.

Im Gelände hat mich der Motor sehr angenehm unterstützt und die breiten Reifen sind natürlich im Schotter ein Vorteil. So bin ich von der Brandenberger Ache angenehm entlang der Steinberger Ache hinauf getreten in Richtung Steinberg am Rofan. Stellenweise überragen die Felsen den Weg. Landschaftlich super. In Steinberg habe ich einen tollen Ausblick

---> schau dir mal den kurzen Film an:



E-Bike mit Panasonic-System und FIT oder Bosch-Motor?

So komme ich verschwitzt aber sehr zufrieden in Steinberg am Rofan an. Die Höhenmeter sind größtenteils geschafft und ich kann die größeren Gänge am E-Mountainbike ausfahren. Wäre jetzt interessant, für ein paar Meter auf ein E-Bike mit Bosch-Motor und halb so vielen Gängen aufzusteigen. Wie das wohl gehen würde? Die Antwort auf diese Frage bleibe ich euch leider schuldig. Das konnte ich nicht testen. Einen Panasonic Nachteil will ich euch aber auch nicht verheimlichen: Das Gewicht ist größer, ca. 2 Kilogramm.

Sehr zufrieden komme ich nachmittags an das Ende meiner E-Mountainbiketour. Wie oben schon vorweggenommen, hat der Akku super gehalten. Ich bin zufrieden mit meiner Tour und daß mir das Uproc2 es ermöglicht hat, mit dem Mountainbike wäre ich wohl heute wieder nicht die Rundtour rund um das Rofangebirge gefahren! Das E-Mountainbike mit den 29er Reifen ist gut gefahren, bergauf und bergab.

Mein Fazit: Ich war mit dem Uproc2 sehr zufrieden. Empfehlenswertes E-Mountainbike für weite Touren im Gelände! Wer viel Motorunterstützung in Anspruch nehmen möchte, wählt den großen Akku. Sportliche können die Gewichtsersparnis nutzen und mit dem kleinen Akku auf E-Mountainbiketour gehen.