Corratec E-Mountainbike im Test

Das X Vert E-Mountainbike von Corratec im Test

Wie gut ist das 29er X-Vert von Corratec?
Eigentlich bin ich ein eingefleischter Mountainbiker. Das Hinauftreten am Berg gehört für mich dazu, bevor das Ziel genossen wird. Deswegen bin ich nicht der größte Fan vom E-Mountainbiken. Bisher. Vor einigen Monaten habe ich das erste Mal auf einem E-Bike gesessen - einem Oma-Modell. Das hat mich gar nicht angelacht. Dann vor einigen Wochen nochmal ebiken, mit einem E-Mountainbike. Es war ok, aber die besten Freunde sind wir nicht geworden. Nun hat mir der Andi von Corratec angeboten, ein neues Modell der bayerischen Bikeschmiede zu probieren. Ich bin gespant. Es ist ein 29er, cooles Design, wuchtiger Rahmen und Boschmotor mit 250 Watt.

Der Test im Karwendel
Als Teststrecke habe ich mir die MTB Tour auf die Falkenhütte im Karwendelgebirge ausgesucht. Hier war ich schon öfter mit einem normalen Mountainbike, also einem Mountainbike eben. Ich kenne die Strecke und bilde mir ein, damit die Bikes vergleichen zu können.  Los geht es beim Gasthof zur Post in Hinterriß. Die ersten Kilometer trete ich locker auf der Teerstraße in Richtung Eng. Hier macht sich der Motor nicht bemerkbar. Auf der flachen Straße rolle ich ohne Motorunterstützung mit knapp 30 km/h dahin.

Mit dem E-Mountainbike auf die Falkenhütte biken
Dann kommt rechts die Abzweigung ins Johannistal. Die erste Steigung kommt und ich schalte den Motor auf der kleinsten Stufe zu. Ohne ihn ist mir das E-Bike zu schwer zum Hinauftreten. Immerhin wiegt das MTB über 20 Kilogramm. Auf der Forststraße komme ich so nun schnell hinauf - gefühlt doppelt so schnell also ohne Motor. So dauert auch nicht lange, bis ich das erste Mal die eindrucksvollen Lalidererwände sehe.

Schnell komme ich mit dem E-Mountainbike in Richtung Herzogkante und Lalidererwände im Karwendel

Wie schnell geht das E-Mountainbike bergauf?
Die Steigung ist durchschnittlich bis zur Ladizalm. Mit dem E-Bike bin ich schneller, schwitze aber trotzdem mit der geringsten Motorunterstützung. Also schalte ich mal die 4 weiteren Stufen beim Motor durch. Bei der schnellsten Stufe dreht der Motor richtig auf. Rund 25 km/h schaffe ich bergauf! Gut, ich trete in einer hohen Frequenz, aber das würde ich beim Mountainbike auch tun. Es ist mir eher unheimlich, so schnell hinauf zu fahren.

Bei der Ladizalm e-mountainbiken
Interessant wird es bei der Ladizalm. Hier ist das steilste Stück der MTB Tour. wenn ich gut drauf bin, schaffe ich es mit dem Mountainbike. An schlechten Tagen ist es auch mal eine kurze Schiebestrecke. Wie geht es mit dem E-Mountainbike? Souverän zieht mich der Motor hinauf. Ich fühle mich wie an einen Lift gehängt. Keine Frage, heute brauche ich sicher nicht absteigen.

Der steile Anstieg bei der Ladizalm im Karwendelgebirge
Guter Schutz des Motors vor Steinen
Die Schaltung für die Motorkraft

Mit dem E-Mountainbike durch den Schotter
Selbst danach fährt das Corratec Mountainbike ohne Mucken weiter, die groben Schotterpisten können dem Bike nichts anhaben. Der Motor zieht, die Reifen spuren (2,4 breit). Damit insbesondere der Motor des E-Mountainbike keine Schäden von unten bekommt, ist der Bereich rund um die Kurbel und den Motor massiv geschützt.

Kann man das E-MTB von Corratec empfehlen?
Die letzten Meter oberhalb vom Spielissjoch lasse ich mich so richtig ziehen - es macht Spaß. Fast entspannt komme ich oben auf der Falkenhütte an. Dort ist gerade eine tolle Abenstimmung. Ohne E-Bike wäre ich so spät am Nachmittag wohl nicht mehr in diesen Genuss gekommen! Ist das Corratec zu empfehlen? Ja. Die Sitzposition ist angenehm gewesen. Das stark abfallende Oberrohr ist gut, wenn man doch mal schnell absteigen muss. So kann man das E-Bike gut und sicher stabilisieren. Für alle weniger sportlichen Biker ist das X Vert E-Bike mit 29er Reifen die ideale Besetzung für anspruchsvolle MTB Touren. Das Bike läuft stabil im Gelände und ist als Hardtail E-Mountainbike mein Kauftipp.

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